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Sicher am Schulweg – für einen guten Schulanfang

Jahr für Jahr gibt es österreichweit über 500 Unfälle am Schulweg. Wichtige Institutionen wie die AUVA und der ÖAMTC raten daher den Eltern, das Verhalten im Straßenverkehr mit den Kindern zu trainieren. Bereits vor dem ersten Schultag sollen die Eltern den Weg zur Schule gemeinsam mit den Kindern gehen und auf mögliche Gefahren aufmerksam machen.

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Sicher am Schulweg - Mann geht über Schutzweg
Im folgenden Beispiel begleiten wir ein Kind auf seinem Weg in die Schule.
Sebastian verlässt etwas verspätet sein Zuhause. Wieder einmal hat er zu lange getrödelt. Nun will er die verlorene Zeit wieder gut machen und beginnt zu laufen. Bei der ersten Straßenüberquerung vergisst er nach links und rechts zu schauen. Nur knapp entgeht er einem Unfall. Das Auto konnte gerade noch rechtzeitig zum Stillstand gebracht werden. Sichtlich erschrocken setzt er seinen Weg fort.

Aufgrund seiner geringen Körpergröße fällt es ihm schwer, sich zu orientieren. Er ist den Schulweg erst einmal gemeinsam mit seinen Eltern gegangen und kann sich nicht mehr erinnern, wie es nach der Überquerung der Straße weitergegangen ist. Er zückt sein Handy. Google Maps wird ihm helfen. Verzweifelt versucht er die Angaben im Handy richtig zu interpretieren.

Dermaßen abgelenkt läuft er gegen einen entgegenkommenden Passanten und stürzt. Er stammelt eine Entschuldigung, bemerkt nicht einmal, dass sein Knie blutet und läuft weiter. Endlich entdeckt er das Schulgebäude. Mittlerweise ist es 8:10 und sichtlich erschöpft betritt Sebastian seine Klasse.

Sebastian ist nur knapp einem Unfall mit möglicherweise schweren Folgen entgangen. Wie die Statistik zeigt, haben nicht alle Kinder so viel Glück. Der Schulweg ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Was können Sie als Eltern tun?

Tipps für mehr Sicherheit am Schulweg

  • Seien Sie ein Vorbild: Kinder kopieren das Verhalten der Erwachsenen.
  • Wecken Sie Ihr Kind rechtzeitig auf. Je größer der Zeitdruck, desto eher passieren Unfälle auf dem Schulweg.
  • Gehen Sie immer wieder den Schulweg gemeinsam mit dem Kind. Je besser Sie die Einschulung Ihres Kindes organisieren, desto sicherer wird sich es sich im Straßenverkehr bewegen.
  • Das kindliche Gehirn kann Sinneseindrücke noch nicht zur Gänze verarbeiten. Darüber hinaus sind Kinder auch nicht in der Lage, mit mehreren Informationen gleichzeitig umzugehen. Sie können zum Beispiel nicht gleichzeitig telefonieren und auf den Weg achten. Erklären Sie deshalb Ihrem Kind, dass es immer nur eine Sache machen soll. Das bedeutet zum Beispiel: Beim Telefonieren unbedingt stehen bleiben.
  • Schließen Sie die Kinder- und Schülerunfallversicherung ab. Denn auch die größte Vorsicht kann Unfälle nicht zu 100 % vermeiden.

Sicher am Schulweg – für einen guten Schulanfang

Statistik Kinder- und Schülerunfälle im Verkehr

Ob als Fußgänger oder als Mofafahrer – die Teilnahme am Straßenverkehr ist täglich gefährlich. Fast 16.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren sind pro Jahr in einen Verkehrsunfall mit ernsten Verletzungen verwickelt.1) Sorgen Sie vor!


Legende
1) Quelle: KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), IDB Austria 2017. Verletzte mit Hauptwohnsitz in Österreich, deren Verletzung in der Unfallambulanz nachversorgt wurde. Hochrechnung.